Sehr kleiner Seeigel-Stachel
Seeigel haben gerade Stachel, abgesehen von den so genannten irregulären Seeigeln, die auch krumme Stacheln haben können. Wie auch immer: Hier habe ich mal einen Stachel eine irregulären Seeigels unter die Lupe genommen. Ganz schön klein das Freundchen.
Zum Größenvergleich
habe ich erstmal den Stachel neben einem Lineal fotografiert, damit Du auch gut sehen kannst, wie winzig das kleine Teil im Original ist. Klar, der zugehörige Seeigel ist auch entsprechend klein, vermutlich ein sehr junger, noch kleiner.

Unter dem Mikroskop
kannst du gut die faszinierende Struktur des Stachels sehen. Eigentlich logisch, trotzdem immer wieder überraschend, wie aufwändig solche Teile feinstrukturiert sind.

Stofflich
bestehen Seeigel-Stachel aus Calciumcarbonat, Kreide. Da bietet sich einer der besten, einfachsten und sichersten mikrochemischen Nachweise an, um das zu überprüfen. Ich habe den Stachel unter dem Mikroskop mit 0.1 N Schwefelsäure versetzt und mit gekreuzten Polfiltern beobachtet.
Zunächst siehst Du, dass der Stachel hell leuchtet, das bedeutet, er ist doppelbrechend., ein erstes Indiz. Dann siehst du große Gasblasen, die entstehen, weil sich das Calciumcarbonat unter Kohlendioxid-Entwicklung in der Schwefelsäure löst. Zuletzt siehst du runde Ausblühungen monokliner Nadeln, dabei handelt es sich um Gips, der sich aus der Schwefelsäure und dem Calciumcarbonat bildet.
Der Nachweis ist empfindlich und spezifisch. Strontium und Barium reagieren ähnlich, aber reagieren normalerweise zu feineren und bröseligen Kristallen.
Related Articles
Labortaschenrechner
Aus der Kombination von Mathematica und Wolfram Alpha ergibt sich ein extrem mächtiges Werkzeug. Ich beute die Kombination heute als skurril mächtigen Labortaschenrechner und gebe das Ergebnis halbautomatisch auf einen Etikettendrucker.
Epoxid wird ganz schön warm!
Dass man Epoxid nicht in übermäßig großen Portionen anmischen soll, weiß ja jeder von uns, aber wie viel ist „nicht übermäßig“?
188 m Twisted-Pair Kabel – Experimente
Ich habe gerade einen Rest TP-Kabel aus dem Keller gefischt und wiederhole mit diesem jetzt die Experimente, die ich die Tage schon mit 30m Sternvierer-Kabel (TQ) gemacht habe. Ich bin unglaublich gespannt, ob dabei etwas interessantes herauskommt.
Die Mission wird im Endeffekt sein: Kann man einen 1-Wire Temperatursensor DS18S20 über 180m TP-Kabel anschließen?



